Die Kurzfassung
Beim Zählspiel wird jeder Schlag gezählt, das niedrigste Gesamtergebnis gewinnt. Ein Katastrophenloch bleibt bis zum letzten Grün in der Bilanz. Beim Stableford sammelst du Punkte pro Loch: Ein gutes Loch bringt Punkte, ein wirklich schlechtes einfach null und beeinflusst den Rest der Runde nicht. Du kannst den Ball aufnehmen und weiterspielen.
Beide Spielformen werden normalerweise Netto gespielt. Deine WHS-Vorgabenschläge werden gemäß Handicapverteilung den schwersten Löchern zugeteilt. Das zugrunde liegende Handicapmodell ist identisch. Der Unterschied liegt darin, wie stark ein einzelnes Loch deine Position beeinflusst.
Im direkten Vergleich
| Merkmal | Stableford | Zählspiel |
|---|---|---|
| Wertung | Punkte pro Loch: Eagle 4, Birdie 3, Par 2, Bogey 1, Doppelbogey oder schlechter 0, Albatros 5 | Schläge werden addiert, keine Punkte |
| Gewinner | Die meisten Punkte | Das niedrigste Gesamtergebnis |
| Ein schlechtes Loch | Kostet nur die Punkte dieses Lochs, gegenüber einem Netto-Par höchstens 2 | Jeder zusätzliche Schlag bleibt die ganze Runde im Gesamtergebnis |
| Ball aufnehmen | Ja, sobald das Loch keinen Punkt mehr bringen kann | Nein, jeder Ball muss eingelocht werden |
| Spieltempo | Schnell, niemand muss ein verlorenes Loch zu Ende spielen | Langsamer, jeder beendet jedes Loch |
| Handicap | Netto gemäß Handicapverteilung, dasselbe WHS-Modell | Netto gemäß Handicapverteilung oder Brutto ohne Handicap |
| Besonders geeignet für | Gemischte Gruppen, Gesellschaftsrunden, zügiges Spiel | Ausgeglichene Gruppen, vollständige Schlagzählung, Handicaprunden |
| Typischer Einsatz im Wettbewerb | Viele Clubturniere und Gesellschaftsrunden | Meisterschaften, Scratch-Turniere und Profigolf |
So funktionieren Stablefordpunkte
Die Punkte richten sich nach dem Ergebnis im Verhältnis zum Par des Lochs, nachdem deine Vorgabenschläge abgezogen wurden. Auf einem Loch mit Vorgabenschlag wird aus einem Brutto-Bogey ein Netto-Par mit 2 Punkten. Die Rechnung ist einfach: Netto-Par gibt 2 Punkte, jeder Schlag besser einen Punkt mehr.
| Ergebnis | Im Verhältnis zu Par | Punkte |
|---|---|---|
| Eagle | 2 unter | 4 |
| Birdie | 1 unter | 3 |
| Par | Par | 2 |
| Bogey | 1 über | 1 |
| Doppelbogey oder schlechter | 2 über oder mehr | 0 |
Ein Albatros, also Netto 3 unter Par, ist 5 Punkte wert. Ein Hole-in-One auf einem Par 4 bringt noch mehr. Solche Löcher sind selten, aber die Logik gilt nach oben weiter: Jeder Schlag besser als Par bringt einen weiteren Punkt. Beim Zählspiel gibt es keine Punktetabelle. Deine Zahl ist einfach die Summe aller Schläge, abzüglich der Vorgabenschläge bei einer Nettowertung.
36 Punkte bedeuten, dass du genau dein Handicap gespielt hast, im Durchschnitt also Netto-Par auf jedem Loch.
Wann solltet ihr Stableford wählen?
Stableford ist besonders stark, wenn die Spielstärke in der Gruppe variiert oder ihr das Tempo hoch halten wollt. Ein furchtbares Loch bringt nur null Punkte, niemand muss eine Neun aufschreiben. Du nimmst den Ball auf und machst weiter. Auch wer einen schlechten Tag hat, bleibt im Spiel, solange zwischendurch ein paar Löcher Punkte bringen.
- Gemischte Handicaps, wenn ein Spieler mit Handicap 28 fair gegen einen mit Handicap 9 antreten soll.
- Gesellschaftsrunden, bei denen der Spielfluss wichtiger ist als reine Schlagzählung.
- Wenn nicht ein einziges Katastrophenloch den ganzen Pot entscheiden soll.
Deshalb werden viele Clubturniere als Stableford gespielt. Bei einem Spiel mit Einsatz zahlen alle denselben Betrag ein und der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt den Pot. Setzen vier Spieler je 50 ein, umfasst der Pot 200. Wer die meisten Punkte hat, gewinnt alles. Bei Gleichstand wird der Pot unter den Führenden geteilt.
Wann solltet ihr Zählspiel wählen?
Zählspiel passt, wenn wirklich jeder Schlag zählen soll. Es ist die reinste und wettbewerbsorientierteste Spielform und bildet die Grundlage für Meisterschaften und Profigolf. Das Format ist allerdings unerbittlich: Ein einziges Katastrophenloch bleibt bis zum letzten Grün in der Summe.
- Ausgeglichene Gruppen, bei denen die Spielstärke nah beieinanderliegt und das Gesamtergebnis einen fairen Vergleich ergibt.
- Handicaprunden und Anlässe, bei denen ihr eine vollständige Schlagzahl wollt.
- Wenn jeder Schlag Gewicht haben soll, genau wie im Wettbewerb.
Mit Handicap werden die Vorgabenschläge abgezogen und die Nettoergebnisse verglichen. So können Spieler unterschiedlicher Stärke gegeneinander antreten. Ohne Handicap gewinnt die niedrigste tatsächliche Schlagzahl, also Brutto. Bei gleichem niedrigsten Gesamtergebnis wird der Pot geteilt.
Welche Spielform solltet ihr wählen?
Die Faustregel ist einfach. Unterscheidet sich die Spielstärke oder soll das Tempo hoch bleiben, spielt Stableford. Seid ihr ähnlich stark und wollt jeden Schlag zählen, spielt Zählspiel. Viele Gruppen wechseln je nach Besetzung, und auf beide Spielformen lassen sich Nebenspiele setzen.
In Wager Golf wählt ihr die Spielform vor der Runde. Die App berechnet Punkte oder Gesamtergebnis Loch für Loch mit den richtigen WHS-Vorgabenschlägen, zeigt den Stand live und am Ende, wer wem was schuldet, auch wenn ihr früher aufhört.